Eisenstadt, 10. 7. 2026
Immer mehr Burgenländer entscheiden sich für Pkw mit alternativen Antrieben: „Fast zwei Drittel aller neu zugelassenen Autos im ersten Halbjahr 2026 sind mit Hybrid- oder Elektroantrieb ausgestattet“, sagt Martin Heissenberger, Landesdirektor des ARBÖ im Burgenland.

Von Januar bis Juni wurden im Burgenland 5.167 Pkw neu zugelassen.
Davon waren 3.395 Autos bzw. 65,7 Prozent mit einem Elektroantrieb oder einem Hybrid-System ausgerüstet. 2025 (Jänner bis Dezember) betrug dieser Anteil 60,5 Prozent.
„Besonders batterieelektrische Fahrzeuge gewinnen an Akzeptanz. Das liegt daran, dass Hersteller günstigere Einstiegsmodelle anbieten, die Ladeinfrastruktur verbessert wurde und die Skepsis hinsichtlich Reichweite und Akku-Langlebigkeit abnimmt. Je mehr Erfahrungswerte es gibt, desto größer wird die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen“, erklärt Heissenberger.
Der Anteil der ausschließlich elektrisch angetriebenen Pkw stieg im Burgenland im ersten Halbjahr 2026 auf 26,2 Prozent (1.353 Pkw). Im abgelaufenen Jahr lag dieser Wert bei 23,1 Prozent.
Die Entwicklung weg vom Dieselmotor setzte sich auch bei den Neuzulassungen von Januar bis Juni 2026 fort: Der Anteil sank im Vergleich zu 2025 von 8,9 Prozent auf 7,2 Prozent (373 Pkw). Vor fast 20 Jahren – 2008 – hatten Fahrzeuge mit Dieselmotor in Österreich noch einen Marktanteil von gut 60 Prozent.
„Der Trend bei den Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2026 zeigt: Der Umstieg auf emissionsärmere Antriebe schreitet voran. Die Zahl der Fahrzeuge mit alternativen und sparsameren Antrieben wird voraussichtlich weiter steigen. Die hohen Spritpreise und die Diskussionen über einen Versorgungsengpass mit Treibstoffen durch den Krieg im Nahen Osten haben diese Entwicklung verstärkt. Beim Autoneukauf werden bewusst sparsame Fahrzeuge mit Hybridsystem gewählt, oder die Autofahrer steigen direkt von fossilen Energieträgern auf Strom um“, führt Heissenberger aus.
Zahlen: Statistik Austria

